Sie reden von Freiheit

Sie reden von Freiheit .....

„Sie reden von Freiheit, Fortschritt und Frieden,

Millionen Menschen aber sterben in Elend und Kriegen.“

Ein Zeitprotokoll:

Sind die Wissenschaften ein Selbstzweck, nicht gebunden an ethische Grundnormen, nur dem scheinbaren Fortschritt verpflichtet oder was immer sie dafür halten?

Ohne Verantwortung für die Folgen, auch für die nicht absehbaren Folgen?

Im Wahn der Größe des menschlichen Geistes befangen, verblendet?

Auch wenn sie im besten Willen um den Fortschritt der Menschheit bemüht ist, bleibt die Wissenschaft nur zu oft außerstande, die Eigengesetzlichkeiten von Entwicklungen und Erfindungen auch nur zu ahnen.

Die wissenschaftlichen Entwicklungen haben uns an die Grenzen der menschlichen Fähigkeiten gebracht, die Verantwortung für unser Tun zu übernehmen. Werden wir dieser Tatsache gerecht?

Freiheit, ein ganz allgemeiner Begriff, ohne scharfe Konturen, immer wieder angerufen und im Munde all derer, die sich anmaßen, die Geschicke der Menschen zu bestimmen. Es ist viel geleistet worden für die Freiheit der Menschen, doch sehr viel mehr bleibt noch zu tun.

Freiheit hilft den Menschen nicht, wenn sie verhungern. Freiheit hilft den Menschen nicht, wenn sie neuen Zwängen ausgesetzt werden, die sie neu versklaven.

Was ist die Freiheit gesellschaftlicher Systeme wert, die sich auf die Ausbeutung und Unterdrückung ganzer Völker gründet? Und kann man den Begriff, das Ideal der Freiheit schlimmer pervertieren, als wenn man diese mit Bomben und Gewalt durchsetzt?

Der Mangel an Freiheit, an Fortschritt und am Frieden derer, die noch immer unter den bestehenden Verhältnissen in der Welt leiden, er kann leicht unsere eigene Freiheit zerstören.

Die tägliche, ungeheure Ernte des Todes unter Hungernden und Rechtlosen in unzähligen Gebieten unserer Welt bedarf der Hilfe aller Einzelnen, die in der Lage sind zu helfen und die in der Lage sind, ihre Stimme zu erheben.

Resolutionen und verbale Kraftakte haben noch niemanden gesättigt, haben noch niemandem Arbeit und Lebenschancen verschafft. Dieses Zeitalter wird einmal, - wenn dazu Gelegenheit bleibt, sich seiner zu erinnern -, das Zeitalter des Massentodes der Wehrlosen, der Entrechteten, der Hungernden genannt werden.

Kein Mensch kann behaupten, wir wüßten das nicht.

Werner Jakob Korsmeier 1980.

 

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